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Meckerecke Politik

Internetfilterung II

Zack Boom Bang … und schwubs ist es passiert. Da schreibt man noch über den Widerstand der Telekom und währenddessen beschließt das Kabinett Eckpunkte für ein Gesetz. Guttenberg kommt von der Leyen zu Hilfe und kündigt Änderungen im Telemediengesetz an.

Zack Boom Bang … in diesem Sommer haben wir dann die Filterung von Internetinhalten mit vorgehaltenem Kinderpornoverfolgungswahn. Mal abgesehen davon, dass derartige Maßnahmen wirkliche Täter (jemand, der unbedingt so etwas sehen will bzw. diejenigen, die es fabrizieren) überhaupt nicht stören, ist das sicher nur der erste Schritt zu Filterung diverser anderer Webseiten und Inhalte. Mag sein, dass es bei uns nie so extrem wie in China ablaufen wird, aber die Tatsache, dass es versucht wird … alleine das ist einfach nur unglaublich!

Ich seh schon den Tag kommen an dem man bemerkt, dass verschlüsselte Kommunikation überhaupt nicht von derartiger Filterung betroffen ist. Dann wird auch das verboten …

Ole ole!

Kommunikation wird überwacht, verdachtlos aufgezeichnet und gefiltert. Und das alles nur um 5 Leute von einem Verbrechen abzuhalten und die Allgemeinheit zu schützen? Das ist gemeingefährlich und wie im oben verlinkten Artikel erwähnt, eine unglaubliche Verschwendung von Ressourcen.

6 Antworten auf „Internetfilterung II“

Letztlch wirds nur die davon abhalten, die „zum Spaß“ nach diesem Zeugs im Internet suchen werden. Verschlüsselte Kommunikation, P2P und VPN über ausländische Provider oder andere Tor-Lösungen werden damit ebenfalls nicht unterbunden – und das wissen auch die Politiker, wie man heute früh im Morgenmagazin im Nebensatz eines Polizisten hören konnte. Aber nun ja – jedem sein Steckenpferd…

Oh je … es geht darum, dass die falschen Mittel ergriffen werden. Zu oft.

Quellen-TKÜ? Großflächig für alle? Juhei …

Es geht hier um das Prinzip. Nur weil man weiß, dass Drogen per Post verschickt werden, rechtfertigt das noch nicht das Öffnen und Durchsehen aller Briefe und Pakete, oder?

In die andere Richtung geht es auch…
Wenn man als Bürger einmal die Seite einer Behörde besuchen will ist man schon unter Generalverdacht:
http://www.heise.de/newsticker/BKA-Honeypot-www-bka-de–/meldung/135343

Es wurden die IP Adressen gespeichert und mit Personendaten verbunden. War da nicht mal etwas mit Datenschutz (IP speichern)? Und ohne Verdacht dürfen keine IP Adressen bei den Providern abgefragt werden?
Naja, wer auf die BKA Seite geht ist ja per se schon verdächtig….

Da ist ja nur noch die Bahn besser, die gleich die Mails von ihren Streikgegnern löscht…

Jepp und nachdem die australische Sperrliste letztens bekannt wurde (Wikileaks), sieht man auch ganz deutlich, dass hier nicht nur Kinderpornos gesperrt werden, sondern wahllos Seiten, die auch nur „illegales enthalten könnten“ … wehret den Anfängen!

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