Sebbis Blog

Kategorie: Sebbi

Was mich bewegt

  • Vor dem ersten FPV Flug

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    Das ist das Setup. Ich war gerade auf einem ruhigen, einsamen Feldweg um ja keine nervigen Zuschauer zu haben (so schon aufregend genug) und los ging es :-)

    Leider habe ich vergessen die Kamera festzustellen, so dass sie beim los fliegen leicht nach hinten geklappt ist. Man wird es im Video sehen. FPV fliegen war damit nicht so richtig möglich, aber ich kann sagen dass das Bild nicht ausgefallen ist und der Sonnenuntergang bestimmt ein hübsches Video gibt. Nächstes Mal dann Reichweitentest (von der Videoübertragung) …

    Bis denne

  • FPV Vorbereitungen

    Ihr erinnert euch vielleicht noch, aber ich frische einfach mal euer und mein Gedächtnis auf. Im August letzten Jahres hatte ich die bescheuerte Idee mit einem Android-Smartphone einen Quadrocopter bauen zu wollen. Ich habe es mir dann doch anders überlegt und im Oktober angefangen ein Modell Marke Eigenbau zu bauen.

    Das hat nicht so richtig geklappt, denn eigentlich wollte ich ja meine eigene Software dafür schreiben. Ohne Erfahrung auf dem Gebiet war das ein wenig hart und es kam der Winter. Im April diesen Jahres habe ich mich dann dazu entschieden die MultiWii Software so anzupassen, dass sie auf meiner Hardware läuft. So richtig hat auch das nicht geklappt und so habe ich mir die wesentlichen Komponenten neu und von der Stange gekauft und damit flog er tatsächlich mal. Den richtigen Erstflug gab es aber erst Ende Juni und … nunja … der Quadrocopter hat es nicht überlebt ;-)

    Der Schaden war schnell repariert und ich bin seit dem immer mal wieder unterwegs gewesen, aber habe hauptsächlich kurz im Garten geübt (ein Akku hält ja nur 10-12 Minuten). Im August bin ich dann vom Arduino ProMini auf den Mega 2560 umgestiegen. Der ist zwar nicht schneller, aber hat wesentlich mehr Platz und I/O Ports. Wunderbar für Experimente, die ich eigentlich bloggen wollte, aber nie dazu kam.

    Und dann kam der September und ich sollte mir was zum Geburtstag wünschen. Es gab einen Easy Star II als Bastelset. Waaaaas? Ein ferngesteuertes Flugzeug? Ein FLUGZEUG? Ja :-)

    Auch das hat anfangs nicht so gut geklappt wie erwartet, aber das Material aus dem es besteht lässt sich scheinbar sehr gut kleben. Am Wochenende gab es dann also den ersten dokumentierten Flug (Video) bei dem das Modell auch wie ein normales Flugzeug gelandet ist und sich nicht senkrecht in den Boden rammte. Äußerst aufregend! Einerseits ist ein Flugzeug einfacher zu steuern, andererseits ist so ein Ding ganz schön schnell unterwegs.

    Tja und jetzt? Der Titel des Artikels heißt ja FPV Vorbereitungen. Nun … im August gab es da noch dieses kleine Kickstarter Projekt namens Oculus Rift. Ich finde die Idee super und hoffe ich kann die Brille später irgendwie auch als Display für FPV-Flüge gebrauchen. Man wird sehen. Für den Moment habe ich mir nur einen Videosender geleistet (in Deutschland legal verwendbare kosten ganz schön viel Geld, während man auf Ebay für 60 Euro Komplettsysteme bekommt, die leider nicht zugelassen sind). Eine Modellflugversicherung (beim DMFV) habe ich mittlerweile auch und man will ja nicht, dass die wegen irgendwas meckern können.

    Dazu ein 7″ Monitor von Ebay (das Billigste vom Billigsten) und das ganze heute zusammengebaut. Von Hobbyking sind noch ein paar zirkulär polarisierte Antennen unterwegs damit der Videoempfang nicht abreißt, wenn die Antennen mal nicht exakt in der gleichen Ebene liegen. Um während des Fluges über den Zustand des Modells informiert zu sein, habe ich meine Fernsteuerung auf das FrSky System umgestellt. Die Empfänger haben einen Rückkanal und am Sender habe ich einen Bluetooth Dongle befestigt. Mittlerweile gibt es 3 verschiedene Android Apps um die Daten auf dem Smartphone/Tablet angezeigt zu bekommen. Perfekt ;-)

    Allerdings ein wenig umständlich dann auf zwei Bildschirme schauen zu müssen. Zwar kann man sich die Werte auch vorlesen lassen (hauptsächlich Empfangsstärke und Akkuspannung), aber mein Plan ist es diese Telemetriedaten irgendwie als OSD in das Videobild einzublenden und zwar am Boden und nicht im Modell wie sonst üblich. Ich verspreche mir davon den Vorteil, dass das Flugzeug theoretisch auch mit künstlichem Horizont noch halbwegs zu fliegen wäre bis das Videobild wieder kommt. Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass das Video noch empfangen wird, aber die Fernsteuerung nicht so weit funkt, dann sollte der Autopilot übernehmen und das Flugzeug Richtung Startplatz steuern. Außerdem ist das für die Darstellung mit der oben genannten Brille unbedingt nötig. Zur Auswahl für die Implementierung stehen Laptop, ein Androidtablet oder vielleicht auch ein Raspberry Pi. Letzteres ist mein heimlicher Favorit.

    So das war’s erstmal. Viel Text. Damit mir keiner nachsagt ich würde nur Videos posten!

    Ich halte euch auf dem Laufenden, ob und wie das alles so klappt. Der Quadrocopter fühlt sich hoffentlich nicht zu sehr vernachlässigt. Wenn FPV mit dem Flugzeug gut klappt, darf er allerdings auch mal ran :D

    P.S.: FPV ist in Deutschland wohl nur im Lehrer-/Schülerbetrieb korrekt durchzuführen, d.h. ein Kumpel muss mit einer zweiten Fernsteuerung und ständigem Sichtkontakt übernehmen können sobald was faul läuft. Ich halte das für unrealistisch und glaube auch nicht, dass die Mehrheit das so macht. Sinn und Zweck soll die Kontrolle des Modells auch bei Verlust der Videoübertragung zu gewährleisten und weil eine Sicht aus dem Cockpit scheinbar nicht als Sichtflug zählt. Nunja, die Reichweiten der gängigen Ausrüstungen werden in Kilometern gemessen und der unkontrollierte Flugraum geht an vielen stellen bis über 700 Meter hoch. Wer kann da so ein Modell noch mit bloßen Augen erkennen? Und ist ein Autopilot, der im Notfall übernimmt, da nicht wesentlich sinnvoller? Wenn auch die normale Funkverbindung abbricht kann der „Lehrer“ ja sowieso nichts ausrichten … und ohne Video sollte die Rückkehr mit der Telemetrie auf jeden Fall auch klappen, wenn auch Hindernissen ausweichen so nicht möglich ist.

    P.P.S.: Teuer, aber spaßig! Der Einstieg kann aber auch ziemlich preiswert sein (z.B. hier ein Easy Star Nachbau bei Hobbyking aus dem Deutschen Lager flugfertig inkl. Fernbedienung für knapp 80 Euro), aber es kommt dann doch ständig irgendwas neues dazu. Flugstabilisierung, größere/mehr Akkus, Kamera, bessere Fernsteuerung, etc. Will den nicht wer bestellen und zusammen mit mir fliegen und abhändig werden? ;-)

  • Bye Bye FeedBurner

    Google kauft FeedBurner und 5 Jahre später wird es nun komplett eingestampft (20. Oktober). Ob es eine Alternative dazu gibt um herauszufinden wie viele Menschen den Blogfeed lesen? Eigentlich egal, wer liest denn schon noch Blogs? ;-)

    Falls es mit der Umstellung zurück auf den hauseigenen RSS-Feed (http://www.sebbi.de/feed) nicht klappen sollte, dann wisst ihr hiermit bescheid, warum das so ist. Wer bisher die sebbi.de-Adresse abgerufen hat, wird keine Veränderung bemerken. Wer die FeedBurner-Adresse benutzt hat, wird noch 15 Tage lang mitlesen können, dann kommt eine Nachricht, dass der Feed umgezogen ist und nach 30 Tagen kommt gar nichts mehr.

    That’s it … goodbye and thank you for the fish, FeedBurner!

    P.S.: Ernsthaft, wie zeigen Blogs/Webseiten denn von nun an wie viele Feedleser sie haben? Oder sind nur noch Tweets, Likes und +1e interessant genug?

  • Easy Star II Erstflug mit Kamera an Bord

    Ich traue mich noch nicht eine GoPro vorne auf die Nase zu schnallen, deshalb ist das Video mit zwei Keycams aus der Bucht geschossen worden. Geht auch ;-)

    Flugzeuge sind nochmal eine andere Nummer als ein Quadrocopter. Der braucht korrekt eingestellt nicht ganz so viel Aufmerksamkeit wie ein Flugzeug, das doch recht schnell unterwegs ist. Auch hier habe ich übrigens einen kleinen Mikrocontroller mit Gyro und Beschleunigungssensor eingebaut, damit es etwas stabiler fliegt (MultiWii als Steuersoftware). Man merkt den Unterschied bei Windböen, aber im Prinzip lassen sich Modellflugzeuge auch sehr gut ohne Stabilisierung fliegen.

    Nächster Schritt, GPS einbauen und um einen Wegpunkt herumkreisen und automatische Rückkehr zum Startpunkt ausprobieren. Dann noch vollständige Telemetrieübertragung und den Videosender draufpacken und los kann’s gehen die Reichweite von dem ganzen Zeug zu testen ;-) Ich habe vor das OSD nicht klassisch in das Modell einzubauen, sondern eines an Hand der Telemetriedaten am Boden einzublenden. Damit müsste es möglich sein auch bei Bildausfall der Videoübertragung noch halbwegs die Kontrolle zu behalten und bei komplettem Kontrollverlust steuert sich das Modell von selbst wieder zurück zum Startplatz. So der Plan.

  • Lichtgeschwindigkeit

    Mir kam gestern Abend der Gedanke wie es wohl wäre, wenn die Menschheit einen Antrieb für Raumschiffe hätte, der sie ziemlich schnell beschleunigen könnte. Dann dachte ich mir, dass Technologie ja einer ständigen Weiterentwicklung unterliegt und so wäre es denkbar, dass man z.B. im Jahr 2050 eine Sonde losschickt, im Jahr 2060 einen doppelt so schnellen Antrieb entwickelt und damit eine zweite Sonde ausstattet und die erste somit im Jahr 2070 von der zweiten überholt wird.

    Wie blöd wird das erst werden, wenn erst Siedler mit sehr schnellen Raumschiffen unterwegs sind, die vielleicht als Generationenschiffe gedacht sind, nur um dann vielleicht ein halbes Jahrhundert später von den nächsten Siedlern überholt zu werden?

    Daraus entstand eine kleine Exceltabelle und folgende Erkenntnis:

    Wenn die Reisegeschwindigkeit neuer Raumschiffe alle X Jahre um den gleichen Betrag steigt (linearer Anstieg), dann lohnt es sich nicht in so ein Raumschiff zu steigen, wenn man plant länger als X*2 Jahre (doppelter Zeitraum) unterwegs zu sein. Folgemodelle können das erste Modell immer innerhalb von X Jahren einholen. Oder anders ausgedrückt, wenn ich in so ein Raumschiff im Alter von 20 Jahren einsteige und mein Zwillingsbruder 40 Jahre später in ein dann aktuelles und er fliegt mir hinterher, dann überholt er mich an unserem (60+X). Geburtstag. Doof!

    Bei einer Verdopplung der Reisegeschwindigkeit alle 10 Jahre wäre es noch ein weniger frustrierender. Besagter Zwillingsbruder hätte mich dann bereits in weniger als 2 Jahren eingeholt. Ganz schön blöd, wenn man dann so ein Generationenschiff mit Siedlern für ferne Sternensysteme ist und einen die Nachfahren der später gestarteten dann auf dem Zielplaneten begrüßen.

    Aber es kommt noch wilder! Lichtgeschwindigkeit heißt der Titel des Artikels … ja was passiert denn nun in der Nähe der Lichtgeschwindigkeit? Die Personen in dem Raumschiff altern dann ja unterschiedlich schnell und irgendwann spielt das eine große Rolle. Eine so große Rolle, dass folgendes Szenario denkbar wäre:

    Ich fliege im Alter von 20 Jahren los und komme bei etwa 43% der Lichtgeschwindigkeit nach 10 Jahren Erdzeit im Alter von 29 Jahren am Ziel an (Zeitdilatation). Mein Zwillingsbruder entschließt sich an seinem 25. Geburtstag mir hinterher zu reisen (zum ca. 4,36 Lichtjahre entfernten Sternsystem Alpha Centauri), allerdings mit der doppelten Geschwindigkeit. Er wird ungefähr gleichzeitig mit mir am Ziel ankommen, aber er wird nicht seinen 29. Geburtstag feiern, sondern gerade mal 27 und ein halbes Jahre alt sein. Frustrierend!

    Irgendwann gäbe es also mal einen Zeitpunkt an dem man durch Abwarten tatsächlich „schneller“ ans Ziel kommt (signifikant weniger altert) obwohl man zum gleichen Zeitpunkt ankommt. Wäre das Ziel doppelt so weit weg, würde der Zwillingsbruder nicht nur ca. 5 Jahre vor mir ankommen, sondern mir bei meiner Ankunft zum 38. Geburtstag gratulieren, während er erst 35 Jahre alt ist und nur gefühlte 5 Jahre in einem Raumschiff verbracht hat (und ich 18 Jahre). Fies, fies, fies!

    Die Besiedlung der Galaxy wird noch einmal eine ganz beschissene Sache. Ein bisschen wie bei Computern. Wenn man ein Problem hat, dass länger als 36 Monate zum Berechnen braucht, dann kann man auch einfach 18 Monate warten und sich einen doppelt so schnellen Rechner nehmen um das Problem zu lösen (Moores Law), oder?

    Noch frustrierender wird dann für die Siedler, wenn sie auf eine 50-jährige Reise geschickt werden sollten und kurz nach ihrer Abreise tatsächlich ein Warp Antrieb (scheinbar nicht gänzlich unwahrscheinlich) erfunden wird. Dann flog man also 50 Jahre nach Alpha Centauri und dort warten dann bereits fertige Siedlungen (samt Bevölkerung), weil sie bereits vor über 49 Jahren angekommen sind.

    Unsere sternenfahrenden Nachfahren werden echte Probleme haben Leute zu finden, die bereit sind diese Reisen zu unternehmen ;-)

    Wirr!

  • +1

    Das war dann wieder einmal eine komplette Sonnenumrundung. Und am 20. Dezember werden dann auch die 987654321 Sekunden endlich voll … wohooo ;-)

  • Apples „Bounce Back“ Patent

    Man wird irgendwie darüber gelesen oder davon gehört haben. Apple hat Samsung verklagt und Samsung hat verloren (natürlich gehen sie in Berufung). Unter anderem ging es auch um die Bestätigung von lustigen Softwarepatenten für die Apple im Vergleich zu den Hardwarepatenten anderer Firmen Unsummen verlangt bzw. verlangen will, weil das ja die „User Experience“ sei und damit entscheidend. Dass so ein Gerät ohne die Funktionen der Hardware nicht existieren kann, sei dabei mal geschwind unter den Tisch gekehrt.

    Absurde Patente gibt es ja immer mal wieder. Von den meisten hört man nie etwas, einige gelangen aber in die Schlagzeilen. Amazons 1-Klick-Patent sei hier exemplarisch erwähnt. Aber hier geht es mir um das „Bounce Back“ Patent von Apple (US7469381) … man muss ja schon fast von Glück schreiben, dass dieses Patentsystem nur in Amerika existiert.

    If an edge of the electronic document is reached while translating the electronic document in the first direction while the object is still detected on or near the touch screen display, an area beyond the edge of the document is displayed. After the object is no longer detected on or near the touch screen display, the document is translated in a second direction until the area beyond the edge of the document is no longer displayed.

    Ok, so weit so gut. Versetzen wir uns mal in die Lage eines x-beliebigen Programmierers, der eine Scrollfunktion implementieren möchte. Man möchte also gerne ein Dokument, welches größer als der Anzeigebreich ist, mit dem Finger oder Zeiger mitlaufen lassen. Dazu bekommt man vom System bei jeder Bewegung Koordinaten geliefert und schiebt das Dokument um entsprechend viele Pixel in diese Richtung. Wenn man nichts weiter als das macht, dann wird das verschobene Objekt unweigerlich irgendwann eine Lücke zum Bildschirmrand lassen, eben wenn es „zu weit“ verschoben wird („reached an edge“), und so einen Bereich außerhalb bzw. hinter dem Dokument anzeigen.

    Weil das doof aussieht wird der Programmierer sich vielleicht denken, ok … wenn der Benutzer loslässt, dann schiebe ich das Dokument einfach wieder zurück an die Ecke, damit es wieder passt. Das geht a) mit direkter Festlegung dieser Koordinaten oder b) mit einer kleinen Animation damit es hübsch wirkt. Ein relativ simpler Gedanke auf den jeder beinahe sofort kommen kann. Und genau das ist der Inhalt von Apples ‚381 Patent. Etwas mit so gut wie keiner messbaren Erfindungshöhe, zumal es dann noch einschränkend nur für Touchscreens und nur für Berührung mit dem Finger gilt und auch nur wenn es sich um eine Webseite, Bild, Text, Tabelle, Email, Präsentation oder eine Liste von Einträgen handelt. Also ein Spezialfall der allgemeinen Lösung dieser Problemklasse.

    Um in den USA dieses Patent nicht zu verletzen müsste man eine normale Scrollfunktion also extra mit zusätzlichen Überprüfungen versehen damit das Dokument z.B. nicht über den Rand hinaus verschoben werden kann (Android ohne Modifizierungen der Hersteller macht das so) oder auf andere Tricks zurückgreifen.

    Ich gebe ja zu, das iPhone hat so ziemlich als erstes Gerät diesen Effekt wahrnehmbar (d.h. in großen Stückzahlen) benutzt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass vor 2007 kein Mensch eine Objekt-verschiebe-Funktion-mit-elastischem-an-den-Rand-des-Anzeigebereichs-zurückfedern programmiert hat.

    Zum Glück sind solche Späße in Europa größtenteils nicht patentierbar. Vielleicht in Zukunft ein Standortvorteil?

    P.S.: Einige argumentieren, dass dieses Patent auch „Scroll down to Refresh“ abdecken würde. Das denke ich allerdings nicht, denn wie schon geschrieben deckt das Patent nur einige sehr spezielle Fälle ab. So muss der außerhalb sichtbare Bereich entweder schwarz, grau, weiß oder eine andere Farbe (nicht durchsichtig) haben und sich sichtbar vom Dokument abheben. Diese Refreshfunktion ist aber, zumindest in der Implementierung in der ich sie verwende, einfach nur ein weiterer Listeneintrag im Dokument, damit Teil des Dokuments selbst und eben nicht außerhalb auch wenn der Eintrag in der Liste sich sichtbar vom Rest der Liste unterscheidet. Ergo nicht abgedeckt …

  • Die Energiewende und ihre Skeptiker

    Richtig ist: Der rasch steigende Anteil an Ökostrom ist der Motor der Energiewende. Er treibt den Ausbau der Netze und den Umbau der Versorgungssystems voran. Die Geschwindigkeit ist so hoch, dass die Kosten der kommenden Jahre weit schneller und höher anfallen als geplant. Dazu gerät die Koordination außer Kontrolle, Projekte laufen schief, was die Kosten zusätzlich treibt.

    Richtig ist aber auch: Eine Verlangsamung des Prozesses würde nicht viel bringen. Im Gegenteil. Je höher der Zeitdruck, desto eher einigen sich Umweltminister und Wirtschaftsminister, Kabinett und Parlament, Koalition und Opposition, Bundestag und Bundesrat. Außerdem haben Lobbyverbände bei hohem Reformtempo wesentlich geringere Chancen, Gesetze zu verwässern.

    Auf Spiegel Online gibt es momentan einen Artikel über die Energiewende und unserem Umweltminister Altmaier. Das Problem – wie fast immer in aktueller Berichterstattung beschrieben – sind die fehlenden Leitungen.

    Ich würde sagen auch die Bürger sind teilweise ein Problem. Man muss sich nur die Forenbeiträge zu diesem Artikel anschauen. Schmarrer und Stammtischler ohne Ende. Einer der hartnäckigsten Kritikpunkte ist immer wieder, dass die Herstellung von Windrädern und Solaranlagen viel Energie verbrauchen würde. Mehr als sie jemals wieder einbringen könnten. Was für ein Bullshit und auch ziemlich verquer gedacht.

    Im Netz gibt es genügend Modellrechnungen und Erfahrungsberichte über die Amortisierung von solchen Anlagen, bis sie ihre Herstellungskosten (bzw. -energie) wieder reingeholt haben. Solar liegt irgendwo zwischen 2 bis 6 Jahren je nach dem was man so liest. Was passiert nach diesen 6 Jahren? Die Anlage produziert Energie und braucht noch gelegentliche Wartungen (Kosten).

    Wie sieht das mit einem Kraftwerk aus? Kohle und Gas verbrauchen während der gesamten Laufzeit einen endlichen Rohstoff des Planeten und das nicht zu knapp. Sie können sich also während ihrer gesamten Laufzeit nicht energetisch amortisieren. Nie! Sie werden immer mehr Energie verbrauchen als sie produzieren.

    Auch bei Solar und Wind ist das so, aber sie verbrauchen Energie (Sonne), die dem System (Erde) von außen zugegeben wird und nicht die absehbar knapper werdenden Rohstoffe der Erde selbst. Ergo ist ihr Erntefaktor größer als 1 und jeder Depp müsste das eigentlich sehen können, oder nicht?

    So … musste ich mal schreiben. Wer so engstirnig und kurzfristig denkt, arg … da kann man nur die Stirn runzeln. Deutschland mag nicht der ideale Standort sein, aber wir können uns das leisten auf diesem Gebiet die Vorreiter zu sein. Man nennt es, glaube ich, Investition in die Zukunft. Das und mehr Raumfahrt (RIP erster Mensch auf dem Mond) wünsch ich mir ;-)

    P.S.: Atomenergie habe ich außen vor gelassen. Hier wird kein fossiler Brennstoff benötigt, aber auch Uran ist ein endlicher Rohstoff und somit dürfte irgendwann der Zeitpunkt kommen an dem es sich nicht mehr lohnt das Erz aufzubereiten. Einzig Fusion („immer 30 Jahre weg“) scheint eine gute Idee zu sein, aber das geht ja auch eher schleppend voran.

    P.P.S.: Solarenergieproduktion verdoppelt sich in letzter Zeit alle 18 Monate. Das ist anfangs nicht viel, aber schon in 10 Jahren wäre das eine Verhundertfachung der Energieproduktion!

    P.P.P.S.: Die Gegner der Energiewende sind wohl auch die gleichen Leute, die sich ein Smartphone per Ratenzahlung kaufen und sich dabei denken, dass sie etwas sparen würden.

  • Bloggertreffen 2012 in Köln

    Auf geht’s zum Bloggertreffen 2012 und Freunde besuchen und Fahrrad nach Köln vorbeibringen. Ich bin ja mal gespannt … auf der Facebookseite haben sich immerhin 178 Leute angemeldet. Vermutlich hauptsächlich aus der Region, aber egal. Das erste Erlanger Bloggertreffen ist übrigens auch schon über 6 Jahre her (Februar 2006). Vielleicht sollten wir es einfach mal wiederholen, müsste doch mittlerweile viel mehr Blogger geben, auch wenn diese Sportart nicht mehr ganz so in ist ;-)

    Ich werde berichten wie es war!

    Nachtrag/Bericht:
    Es war ein recht lustiges Zusammentreffen im Jugendpark Köln. Ein paar heftige Regenschauer störten niemanden der über 100 Blogger, allerdings wurden die Steaks und der Grillmeister ein wenig nass :). Danke an die tolle Organisation und gerne wieder. Einen Bericht mit Foto(s) (wer findet mich?) gibt er direkt auf der Webseite des Bloggertreffens.

  • Ein bisschen Löten am Abend vertreibt Kummer und Sorgen

    So oder so ähnlich. Heute Mittag habe ich ein FrSky DJT Modul und einen kleinen D4R Empfänger mit Rückkanal vom Zoll abgeholt. Das Modul hat den Vorteil, dass man es einfach so in die Turnigy 9X Funke, die ich benutze, stecken kann und los geht’s. Hat auch super geklappt und der Quadrocopter empfängt alles wie gehabt, nur ohne QuadPPM Summensignalwandler und ohne riesiges Turnigy Empfangsmodul und vor allem mit CE Zeichen und angeblich größerer Reichweite. Letzteres bleibt zu testen, ist aber auch erstmal egal, weil so gut sind meine Augen nicht und die FPV Ausrüstung wird noch eine Weile warten müssen.

    Tja und jetzt gerade eben dachte ich mir, modde ich die Turnigy doch gleich mal um einen LiPo Akku statt 8 Mignon Zellen als Stromquelle nutzen zu können. Und was passiert mir Trottel? Ich schaue mir die Stecker tausend mal an und löte Plus auf Minus und anders herum. Das hat der Spannungswandler der Funke nicht ausgehalten und ich finde spontan keinen Ersatz in meiner Kiste, zumindest keinen, der klein genug wäre. Naja … also Funke erstmal tot. Immerhin ist es mir nur mit einem kleinen Akku passiert und nichts hat geraucht wie bei diesem Bastler und Reparaturmeister hier ;-)

    Ach ja und eigentlich dachte ich der D4R FrSky Empfänger hat schon einen richtigen Rückkanal, aber der sendet nur die Betriebsspannung an den Sender zurück, was mit einem BEC ziemlich sinnfrei ist. Habe noch den D4R-II in Deutschland nachbestellt (teuer … 30 Euro zahlt man dafür, in China mit Versand die Hälfte und Zoll fällt bei dem Betrag ja auch keiner mehr an) um dann doch einen richtigen Rückkanal zu haben und der normale D4R kann dann ja auf ein anderes Modell. Ja … anderes Modell … ich war in der Modellbauecke im Conrad und es gibt da schon nette, kleine Flugzeuge.

    Bis zum nächsten Quadrocopter Artikel dann.

    Nachtrag:
    Hab dann doch einen großen angelötet (der ist immerhin kurzschlussfest) und so sieht es aus: